Terminkalender

Mrz
3
So
2019
Tora lernen @ Jüdisches Gemeindezentrum
Mrz 3 um 16:00 – 18:30

Wir lesen gemeinsam Texte aus dem 1. Buch Mose zum Thema „Noahs Schweigen“.

Bitte eine Bibel und Männer eine Kopfbedeckung mitbringen. Es wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 5€ erhoben. Vorherige Anmeldung für die Veranstaltung an das Ev. Forum 0371/40056-12.

Eine Kooperation des Evangelischen Forums und der Jüdischen Gemeinde Chemnitz im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur.

Mrz
13
Mi
2019
Wie viel Mathematik steckt im Talmud? @ Altes Heizhaus TU Chemnitz
Mrz 13 um 19:00 – 20:30

Der Talmud zeigt auf, wie die Gesetzestexte aus der Thora in der Praxis und im Alltag von den Rabbinern verstanden und ausgelegt wurden. Viele davon behandeln juristisch-önomische Fragestellungen, so z. B. die nach der Insolvenz eines Schuldners, dessen vorhandene Vermögen zur Begleichung der Gesamtforderungen nicht ausreicht. Die Lösung des Insolvenzproblems aus dem Talmud blieb den Rabbinern seit Jahrhunderten ein Rätsel. Alle Erklärungsversuche scheiterten, bis der zukünftige Nobelpreisträger Robert Aumann darauf die Prinzipien der mathematischen Spieltheorie anwendete. Die üblichen Kenntnisse der Schulmathematik reichen zum Verständnis des Vortrages aus.

Vortrag Prof. Dr. Vladimir Shikhman zu Verbindungen zwischen der jüdischen Tradition und der Wirtschaftsmathematik.

Eine Kooperation mit der Evangelischen Studentengemeinde (ESD) im Rahmen der 28. Tage der jüdischen Kultur.

Mrz
16
Sa
2019
Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher „Entjudungsinstituts“ 1939-45 @ Jakobisaal
Mrz 16 um 18:00 – 20:00

Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ auf der Grundlage einer Entschließung von elf evangelischen Landeskirchen gegründet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Thüringen stammenden Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den Vorgaben der nationalsozialistischen Weltanschauung anzupassen. Die „Forschungsarbeiten“ des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ dienten dazu, die Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber den Juden zu unterstützen und den Antisemitismus als Grundpfeiler der nationalsozialistischen Rasseideologie zu legitimieren.

Dr. Oliver Arnhold stellt in seinem Vortrag die Arbeit des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ vor und gibt Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ und ihrer führenden Vertreter. Ferner thematisiert er die Problematik christlicher Schuld während der NS-Zeit und lenkt dabei zugleich die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte.

Der Vortragende ist Studiendirektor am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold, bildet als Fachleiter Referendar*innen im Fach Evangelische Religionslehre aus und ist als Dozent für Religionspädagogik und kirchliche Zeitgeschichte an den Universitäten Bielefeld und Paderborn tätig.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 28. Tage der jüdischen Kultur.

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