Angebote

Das Evangelische Forum Chemnitz bietet Veranstaltungen und Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern an. Zum christlich-jüdischen Themenbereich kooperieren wir mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Chemnitz.

Aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens die Wanderausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ – Martin Luther und die Juden angeschafft. Hier finden Sie die nächsten Stationen.

Mit unseren Bildungsangeboten  wollen wir aktuelle Themen zur Sprache bringen und eine evangelische Stimme für die Stadt Chemnitz und deren Umgebung sein. Unsere Veranstaltungen sind grundsätzlich offen für alle, unabhängig von Konfession bzw. Weltanschauung. Seminare für ehrenamtliche Mitarbeiter in Kirchgemeinden finden in Zusammenarbeit mit der Ehrenamtsakademie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen statt.

Angebote des Evangelischen Forums werden im gedruckten Halbjahresprogramm TREFFPUNKT KIRCHE des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Chemnitz veröffentlicht. Es liegt in den Kirchgemeinden und an vielen öffentlichen Stellen aus. Kurzfristige Programmänderungen sind leider nicht immer auszuschließen, unsere Terminübersicht ist tagesaktuell:

Sep
21
Do
2017
Ausstellung „Vom Klang der Farbe“ – Musikinspirierte Malerei von Karsten Mittag, Augustusburg @ Stadtkirche St. Jakobi
Sep 21 um 11:00 – Nov 19 um 15:00

Eröffnung zur Vesper mit Musik am 28. September, 18 Uhr, Orgel: Wolfgang Feuerlein
Midissage mit öffentlichem Malen von Karsten Mittag am 19. Oktober, 18 Uhr

Karsten Mittag wurde 1964 in Zwickau geboren und lebt seit der Jahrtausendwende in Augustusburg. Der vielfach Begabte hat 1987 die Kirchenmusikschule Halle mit der B-Kantorenprüfung absolviert. Nach anschließendem Gestaltungsstudium ist er seit 1996 zudem Diplom-Designer. Die Berührung von Klang und Farbe, von Musik und Malerei zieht sich seit jeher durch sein Schaffen und bestimmt auch die Ausstellung in der Stadtkirche St. Jakobi.

Die St. Jakobikirche ist täglich von 11 bis 15 Uhr geöffnet sowie dienstags, mittwochs und donnerstags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Gemeinsame Veranstaltung der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Okt
21
Sa
2017
Bildvortrag „Ein (noch) unbekanntes Land in Europa: Albanien“ @ Gemeindehaus St. Matthäus
Okt 21 um 19:00

In dieses Balkanland entführt uns mit überraschenden Eindrücken Thomas Noack (Leipzig) mit einem kurzweiligen Reise-Bilder-Vortrag.

Eintritt frei

Gemeinsame Veranstaltung der St. Matthäuskirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Okt
23
Mo
2017
Mit Mediation Konflikte klären @ Pfarrhaus St. Matthäus
Okt 23 um 19:30

Der Chemnitzer Mediator und Wirtschaftsjurist Harald Kleinhempel vermittelt seit über 20 Jahren und schlichtet außergerichtlich Konflikte. Ein Informations- und Gesprächsabend für alle Interessierten an der Mediation.

Eintritt frei

Gemeinsame Veranstaltung der St. Matthäuskirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Okt
24
Di
2017
Feridun Zaimoglu liest aus seinem Luther-Roman „Evangelio“ @ Veranstaltungssaal im DAStietz
Okt 24 um 19:00

Im Jahr 1521 hält sich Martin Luther auf der Wartburg auf. Gänzlich unfreiwillig, denn er ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Dort sieht er sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche.

Feridun Zaimoglu begibt sich in die Zeit, auf die Burg und in die Kämpfe, die der Verdolmetscher auszufechten hat. Mit klingender Sprache, erstaunlichem Kenntnisreichtum und dramatischer Zuspitzung erzählt der Autor von einem großen Deutschen, einer Zeit im Umbruch und der Macht und Ohnmacht des Glaubens. Er ist nach eigenen Worten „begeisterter Leser der Bibel“ und liebt die deftige Sprache Luthers. Bekannt wurde Feridun Zaimoglu mit seinem 1995 erschienen Buch „Kanak Sprak“.
Weitere Informationen: http://www.kiwi-verlag.de/buch/evangelio/978-3-462-05010-3
Das Nachgespräch führt Pfarrerin Dorothee Lücke.

Karten zum Preis von 5 € (ermäßigt 3 €) können unter der Telefonnummer 0371 488-4222 reserviert werden, Restkarten an der Abendkasse.

Gemeinsame Veranstaltung der Stadtbibliothek Chemnitz und des Evangelischen Forums

Okt
25
Mi
2017
Komposition von Fotos nach dem „Goldenen Schnitt“ – Vortrag von Prof. Dr. Vladimir Shikhman (TU Chemnitz) @ Jakobisaal
Okt 25 um 18:00

Der neu gegründete Zirkel für künstlerische Fotografie unter Leitung von Dr. Vladimir Shvemmer lädt dazu alle Interessierten ein.

Eintritt frei
Gemeinsame Veranstaltung der St.-Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Die Religion(en) der Geflüchteten von Assyrern bis Zaiditen @ Gemeindehaus St. Matthäus
Okt 25 um 19:30

Ein Abend mit Dr. Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Eintritt frei

Gemeinsame Veranstaltung der St. Matthäuskirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Nov
3
Fr
2017
Autor Joachim Krause liest: „Fremde Eltern – Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933-1945“ @ Café in der Jugendkirche St. Johannis
Nov 3 um 19:00

Auf dem Dachboden des Pfarrhauses findet Joachim Krause nach dem Tod seiner Eltern fast 2.000 Briefe, die sie sich in den Jahren 1933 bis 1945 geschrieben haben, dazu einige Tagebücher. Die jungen Leute suchten Orientierung, und sie stritten – über den Nationalsozialismus und die Juden, über den Sinn von Krieg und Tod, über Sexualmoral und Glaubensfragen. Wie beim Zusammensetzen eines Puzzles gewinnt in den Texten nach und nach das damalige Denken seiner Eltern Konturen: Krauses Mutter erwies sich als glühende Verehrerin Hitlers, der Vater dagegen bewahrte sich eine kritische Distanz zur nationalsozialistischen Ideologie.

Der Diplomchemiker und Theologe Joachim Krause wurde 1946 geboren. Von 1982 bis 2010 war er Beauftragter für Glaube, Naturwissenschaft und Umwelt in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Als Autor unterschiedlichster Beiträge bearbeitete er nun die Hinterlassenschaften seiner Eltern und entschloss sich gemeinsam mit seinen Geschwistern zur Herausgabe dieser Dokumente.

Das Buch „Fremde Eltern“ ist 2016 erschienen: 408 Seiten, Preis 24,80 Euro, ISBN: 978-3-86729-177-4. Weitere Informationen: http://www.krause-schoenberg.de/sachinfos_MeineFremdenEltern.html

Eintritt frei

Gemeinsame Veranstaltung der Jugendkirche St. Johannis und des Evangelischen Forums

Nov
8
Mi
2017
Was glauben Christen? Was glauben Muslime? Welche Rolle spielt Mission in der Begegnung mit Fremden? @ Gemeindehaus St. Matthäus
Nov 8 um 19:30

Standpunkte, Blickwechsel, Gespräch, Meinung bilden – Die Arbeitsgruppe Asyl der St. Matthäusgemeinde lädt an diesem Abend zum einander Zuhören ein.

Eintritt frei

Gemeinsame Veranstaltung der St. Matthäuskirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Nov
9
Do
2017
Friedensgebet zum Gedenken an die Reichspogromnacht, anschließend Gedenkweg zur Stele am Stephanplatz @ Stadtkirche St. Jakobi
Nov 9 um 18:00

Musik: Akkordeonduett Elena und Ruslan Kratschkowski (Dresden; http://www.krachkovsky.de)
Liturgin: Pfarrrerin Dorothee Lücke

Eintritt frei

Gefördert durch den lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz

Gemeinsame Veranstaltung der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums

Gedenken an die Reichspogromnacht: Mordechai Gebirtig, dem „Vater des jiddischen Volksliedes“, zum 140. Geburtstag und dem 75. Jahrestag seiner Ermordung @ Jüdisches Gemeindezentrum
Nov 9 um 19:30

Der Chor der jüdischen Gemeinde trägt einige von Gebirtigs Liedern vor und Uwe von Seltmann berichtet aus dessen Leben.

Mordechai Gebirtig wurde 1877 in Krakaus jüdischem Viertel Kazimierz geboren und am 4. Juni 1942 von Deutschen im Krakauer Ghetto ermordet. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Zimmerman, doch er sah sich selbst als ein „zinger fun noyt“ („Sänger der Notwendigkeit“). Sein bekanntestes Lied „ S’brent, underz shtetl brent“ (Es brennt, unsere Stadt sie brennt“) – eine poetische Vision des kommenden Alptraums – war die inoffizielle Hymne des Ghettoaufstands und der jüdischen Partisanen.
„Es brent“ und andere Lieder wie „Kinder-yom“, „Arbetloze-marsh“ oder „Balyb gezunt mir, Kroke“ überlebten die Shoa und werden bis heute gesungen.

Gebirtigs Erbe besteht nicht nur aus Melodien und Liedtexten, sondern auch aus seinen Beschreibungen von jüdischem Leben in Polen – unter Östereichern, Polen und Deutschen. Weitere Informationen auf Uwe von Seltmanns Webseite.

Eintritt frei

Gefördert durch den lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz