Gedenken an die Reichspogromnacht: Mordechai Gebirtig, dem „Vater des jiddischen Volksliedes“, zum 140. Geburtstag und dem 75. Jahrestag seiner Ermordung

Wann:
9. November 2017 um 19:30
2017-11-09T19:30:00+01:00
2017-11-09T19:45:00+01:00
Wo:
Jüdisches Gemeindezentrum
Stollberger Str. 28
09119 Chemnitz
Deutschland

Der Chor der jüdischen Gemeinde trägt einige von Gebirtigs Liedern vor und Uwe von Seltmann berichtet aus dessen Leben.

Mordechai Gebirtig wurde 1877 in Krakaus jüdischem Viertel Kazimierz geboren und am 4. Juni 1942 von Deutschen im Krakauer Ghetto ermordet. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Zimmerman, doch er sah sich selbst als ein „zinger fun noyt“ („Sänger der Notwendigkeit“). Sein bekanntestes Lied „ S’brent, underz shtetl brent“ (Es brennt, unsere Stadt sie brennt“) – eine poetische Vision des kommenden Alptraums – war die inoffizielle Hymne des Ghettoaufstands und der jüdischen Partisanen.
„Es brent“ und andere Lieder wie „Kinder-yom“, „Arbetloze-marsh“ oder „Balyb gezunt mir, Kroke“ überlebten die Shoa und werden bis heute gesungen.

Gebirtigs Erbe besteht nicht nur aus Melodien und Liedtexten, sondern auch aus seinen Beschreibungen von jüdischem Leben in Polen – unter Östereichern, Polen und Deutschen. Weitere Informationen auf Uwe von Seltmanns Webseite.

Eintritt frei

Gefördert durch den lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz